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Waffenruhe

Doch, es gibt Waffenruhe. Wie lange, wissen wir nicht. Die „Heimfront“ warnt die Bewohner Nordisraels vor voreiligem Verlassen der Bunker, bevor sie Erlaubnis gibt. Aber Viele in Nahariya, in Nescher, in Carmiel, in Haifa und seinen Satellitenstädten und sogar in Kiryat Schmona gehen hinaus und atmen frische Luft und sehen den blauen Himmel. Sie suchen den nächsten Laden auf und decken sich mit frischen Lebensmitteln ein, sie wollen das kleine bisschen Normalität leben, das ihnen länger als einen ganzen Monat verwehrt war. „Freude der Armen“ nennt man das.
Eine weitere Warnung: Überall liegen nicht explodierte Geschosse und Raketen. Nichts berühren! Es gab schon genug Opfer. Sofort der Polizei melden, mit genauer Ortsangabe, damit die Raketen etc. entschärft werden können. Den Kindern klar machen, dass das nicht Spielzeuge sind!! Und Vorsicht, die Ruinen sind nicht zum Herumklettern da.
Die meisten Menschen, die sich südwärts verzogen haben, warten noch ab; einige Mutige machen sich aber auf den Weg heimwärts. Was werden sie vorfinden? Steht ihr Haus noch? Ist es bewohnbar? Hat ihre Wohngegend grossen Schaden abbekommen?

Aus dem Libanon hören wir Spiegelgleiches. Auch dort bewegen sich die Menschen endlich wieder frei und schicken sich an, wieder ihre engere Heimat aufzusuchen. Auch sie stellen die selben Fragen, stehen vor den gleichen Problemen.

Aber für Uri Grossman kommt die Waffenruhe zu spät. Am letzten Tage des Kampfes fiel der knapp 21-jährige, dessen Vater, der Romancier David Grossman, erst letzten Donnerstag zusammen mit Amos Oz und A.B.Yehoschua die Regierung aufgerufen hatte, jetzt, sofort, ohne Verzug die kriegerischen Handlungen zu beenden und eine diplomatische Lösung zu finden. „Weiter Krieg zu führen, gefährdet Israel und stärkt die Hisbollah. Deren Interesse ist es, uns tiefer in den Libanon hinein zu locken Diese Unglückskonstellation können wir eben jetzt verhindern ...... Die politische und militärische Führung muss den Augenblick erkennen, in welchem sie ihrem Volk die optimalen Ergebnisse [des Feldzuges] sichern können ... Mir scheint, wir sind schon nach diesem Augenblick und schlittern einen Abhang hinunter. Aber auch am Abhang gibt es verschiedene Punkte, und wir können vor dem Abgrund inne halten.“
David Grossmans Aufruf verhallte ungehört. Jetzt trauert er um seinen Sohn.

Er ist nicht der Einzige. 25 Soldaten sind in den beiden letzten Tagen noch umgekommen.

Jetzt herrscht Waffenruhe. Aber das wird nur eine Atempause sein. Ob sie einen Tag oder sechs Monate oder drei Jahre dauern wird - wer kann das sagen?
14.8.06 12:52
 


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