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Zugvögel

Israel ist ein Eldorado f?r Vogelfreunde, vor allem f?r jene, die den R?tseln des Vogelzuges nachsp?ren. Reich an einheimischen Vogelarten, beherbergt es im Herbst und im Fr?hjahr zus?tzlich gut 120 weitere Arten auf ihrem Zuge zu Winter- oder Sommerstandorten. Die meisten Arten werden kaum beachtet; denn die kleinen V?gel, meist S?nger, fliegen nachts und weite Strecken ?bers Meer, und tags?ber rasten sie an Stellen mit dichtem Pflanzenwuchs oder suchen Nahrung in Gesellschaft einheimischer Arten, wo sie nicht so leicht auffallen. Die Routen der grossen V?gel aber, der Raubv?gel, St?rche, Reiher, Pelikane.... f?hren so weit wie m?glich ?ber Land, auch wenn dies Umwege n?tig macht; denn so k?nnen sie die warmen Aufwinde ausn?tzen und ?ber weite Strecken gleiten, segeln. Sie fliegen tags?ber, und abends suchen sie ihre bevorzugten Rast- und Futterpl?tze auf. Das ist dann die hohe Zeit der Ornithologen. Einheimische und Fremde wallfahren zu den Beobachtungsstellen in der K?stenebene (Kibbuz Maagan Michael), rund um den Kinneret, in den Talebenen von Hula, Chefer, Bet Shean, in der Jordansenke, auch an Hanglagen am Karmel und bei uns in den Jud?ischen Bergen... und nat?rlich in und um Eilat, wo sich die Zugrouten vieler Arten treffen wie in einem Trichter, um sich dann wieder zu trennen, diese nach dem Niltal und ins ?quatoriale und s?dliche Afrika, jene zur arabischen Halbinsel.

Alles freut sich an der Sch?nheit der Tiere, der Eleganz ihres Fluges, nur in manchen Kibbuzim gibt es auch mal lange Gesichter: dort, wo grosse Fischteiche ein Haupterwerbszweig sind. In Kfar Ruppin etwa wurden an einem einzigen Tag im September an die 40 000 St?rche gesichtet, das z?hlt!

In Jerusalem sind die riesigen Ansammlungen von Schwalben sehr eindr?cklich. In der Rechov ha-Neviim und deren Umgebung etwa zwitschern zur Abendstunde die B?ume, und um die H?user jagen die Rauchschwalben. Sehr leicht erkennbar sind dann Autos, die in jener Gegend geparkt wurden --- sie geben jedenfalls den Autow?schern Verdienst. - Gegen Morgen dann h?ren wir noch vom Bett aus ein sanftes Rauschen von den grossen Schw?rmen, die in die Ebene hinunter fliegen.

Dieses Jahr freilich ist die Freude stark getr?bt durch die Angst vor der Vogelgrippe. Die ziehenden Vogelschw?rme aus Nord- und Osteuropa queren zum Teil auch Rum?nien und die T?rkei, und sollten sie sich dort infisziert haben, k?nnten sie beim Durchziehen auch einheimisches Gefl?gel anstecken. Da die V?gel keine Grenzen kennen, bleibt den Menschen nichts ?brig als die Abwehr grenz?bergreifend zu machen. Heute haben Fachkr?fte aus Jordanien und Israel sich getroffen, um gemeinsames Vorgehen zu vereinbaren, und man hofft, durch Jordaniens Vermittlung auch Kontakte zu libanesischen, saudiarabischen und sogar syrischen Stellen zu bekommen. Da sitzen wir nun wirklich alle im gleichen Boot, Zusammenarbeit ist unbedingt n?tig ? und w?re ?brigens nichts Neues. Schon vor 50 Jahren gab es in Katastrophenf?llen eine gute Zusammenarbeit, zum Beispiel unter den Auspizien der FAO bei der Bek?mpfung der verheerenden Heuschreckenschw?rme, die damals die Ernten der ganzen Region bedrohten. Nur machte man sie nicht publik, um die gute Sache nicht zu gef?hrden. Ob solche Kooperation heute auch m?glich ist, wo sich nicht mehr so leicht etwas geheim halten l?sst?
20.10.05 22:43
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


anmerker (25.10.05 21:20)
Vierzigtausend Störche? Ich war einmal sehr stolz, als ich an einem Tag acht gleichzeitig gesehen habe ...


wusisdus / Website (26.10.05 21:00)
Lieber Anmerker, die Zahl ist nicht von mir, sondern aus einer Zeitung. Leider habe ich die Quelle nicht aufbewahrt und im Moment keine Musse, sie bei Ornithologen oder beim Naturschutzbund zu verifizieren. Unwahrscheinlich ist sie mir aber nicht, da sie sich auf einen ganzen Tag auf dem Höhepunkt der Wanderbewegung bezieht und die grossen Fischteiche eine sehr starke Anziehungskraft ausüben. Und Kfar Ruppin liegt in der Talebene von Beth Sche'an, also im syrisch-afrikanischen Grabenbruch, der eine der wichtigsten Vogelstrassen überhaupt ist.


anmerker (26.10.05 22:17)
Nein, ich glaube Dir das schon, aber wir hier in Deutschland backen viel kleinere Brötchen, das wollte ich sagen.

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