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Bejn Kisse leAssor: Tage der Umkehr

In den letzten Tagen werde ich immer wieder ?berrascht, wie zuvorkommend, wie freundlich, wie gutherzig die Leute doch sind, wie gerne sie andern einen Gefallen erweisen. Eine Lust zu leben! Kein Gedr?nge beim Einsteigen in den Autobus; ?ltere Menschen k?nnen immer sitzen, denn ?vor dem Greise stehe auf?; Kinder bieten sich an, dir einen Teil der Marktlast abzunehmen und nach Hause zu tragen; Nachbarn fragen, wie sie dir helfen k?nnen; jeder w?nscht dir ein gutes gesundes und friedliches Jahr, und die meisten vergessen nicht hinzuzuf?gen ?chatima tova? oder ?gmar chatima tova?.

Wir leben in den ?Tagen der Umkehr?. Die beiden Neujahrstage liegen hinter uns. Wir haben ?pfelschnitze in Honig getaucht und gegessen, damit das neue Jahr s?ss werde, haben von Granat?pfeln gekostet, damit wir so voll werden von guten Taten wie der Granatapfel voller Kerne ist, wir haben die urt?mlichen T?ne des Schofars geh?rt, dieses uralten Instrumentes aus einem Widderhorn
Tekiyaaa, schevarim, truaaaaaa ....
Es ist schwer zu blasen; es braucht einen langen kr?ftigen Atem, die wechselnden Rhythmen werden mit den Lippen erzeugt, deren Stellung wechselt: all das will gelernt und ge?bt sein. Oft kommt es zu einem ?edlen Wettstreit?, gerade unter den ganz jungen Bl?sern, wer die truaaaaaaaaa.. haaaa... am l?ngsten halten kann... Aber eigentlich ist es sehr ernst gemeint. Es erinnert an die Offenbarung am Sinai und k?ndigt das Gericht an ?ber die guten und schlechten Taten jedes Menschen durchs Jahr.

Aber noch ist der Gerichtsspruch nicht endg?ltig. Es kommen die ?Tage der Umkehr?, wo man sich eben bessern kann und Krummes gerade biegen. Nat?rlich werden weiterhin Selichot gebetet. Doch die sch?nsten Selichot gen?gen nicht. Gutes tun sollst du, das Gute suchen sollst du. Und wie du Gott um Verzeihung bittest, sollst du auch den Mitmenschen um Verzeihung bitten, wenn du ihm Unrecht getan hast.

Das ist die Atmosph?re in diesen Tagen. Hoffentlich klingt noch recht lange etwas davon nach. Dann wird unser aller Alltag sch?ner.
11.10.05 22:40
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Torf / Website (11.10.05 22:45)
Paradiesisch! In welchem Wunderland weilst du?


wusisdus / Website (12.10.05 09:37)
Ich lebe nicht in einem Wunderland. Ich lebe in wundersamen Tagen. Ich versuche die Atmosphäre einzufangen, die diese Tage auszeichnet und vom gar nicht wundersamen Alltag unterscheidet - er wird schon zurückkommen, ich weiss es. Aber jetzt und hier ist es wirklich so. Alle Beispiele sind erlebt, und ich hätte noch viele weitere zu berichten. Und wenn du mich fragst - ich freu mich, dass es das auch gibt.


Lila / Website (17.10.05 14:54)
Ich nehme mir jetzt aber ganz fest vor, mich nächstes Jahr um diese Zeit in Jerusalem einzunisten. Bei uns ist außer einem mürrischen chatima tova (wenn der typische Kibbuznik überhaupt grüßt, hihi) nichts zu spüren von diesen Tagen. Und Du würdest lachen, wenn Du unseren Shofarbläser hören könntest. Viele Feste kann man kibbuzmäßig ganz gut umformen (ich liebe Shavuot und Tu Bishvat im Kibbuz!), doch die wahre Atmosphäre der Ein- und Umkehr geht wohl ohne Glauben nicht.


wusisdus / Website (18.10.05 11:16)
Jerusalem, liebe Lila, ist allemal eine Reise wert, nicht nur zur Festzeit des Tischri, und nicht nur der „frommen“ Atmosphäre wegen. Schöön, wenn Du kommst. Ein guter Vorsatz. – Nebenbei: Du weisst, ich wohne nicht in Jerusalem selber. Was ich geschrieben habe, bezieht sich auf meinen Wohnort. Da leben Leute aller Edot und aller Schattierungen zusammen, und da man sich kennt, macht man aus dem Andern weniger rasch einen Popanz. – Wow, das wär eine Idee für einen Eintrag. Das ist jetzt _mein_ guter Vorsatz. Ob ich ihn vor dem nächsten Rosch Haschana schaffe? Mal sehen, wer rascher ist ...

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